Zendure SolarFlow vs. Anker SOLIX
Wer einen Speicher für sein Balkonkraftwerk sucht, landet fast zwangsläufig bei zwei Namen: Zendure und Anker. Beide Marken haben den Markt für steckerfertige Balkonkraftwerk-Speicher geprägt und liefern ausgereifte, app-gesteuerte Systeme mit sicheren LiFePO4-Akkus. Doch wo liegen die Unterschiede — und welches System passt zu Ihnen? In diesem direkten Vergleich nehmen wir Kapazität, Erweiterbarkeit, App, Smart-Funktionen und den Preis pro Kilowattstunde unter die Lupe.
So viel vorweg: Es gibt keinen klaren Gesamtsieger. Zendure spielt seine Stärken bei Flexibilität und Einstiegspreis aus, Anker bei App-Reife und Komplettsystem-Integration.
Die zwei Speicher-Marktführer
Zendure hat sich mit der SolarFlow-Serie als Spezialist für modulare Balkonkraftwerk-Speicher etabliert. Das Konzept: ein Hub bzw. Hybrid-Wechselrichter, an den sich ein oder mehrere Akkus anschließen lassen. Dadurch ist das System sehr flexibel und lässt sich genau an den Bedarf anpassen.
Anker bringt mit der SOLIX-Reihe seine große Erfahrung aus der Powerstation- und Powerbank-Welt ein. Die Solarbank 2 ist als rundes Komplettsystem konzipiert, das Module, Speicher und Steuerung sauber integriert und über eine besonders ausgereifte App bedient wird. Beide Systeme finden Sie auch in unserer Übersicht der besten Speicher 2026.
Kapazität und Erweiterbarkeit
Beide Systeme sind modular, gehen die Erweiterung aber unterschiedlich an. Zendure startet wahlweise mit kompakten Akkus ab etwa 960 Wh und lässt sich über mehrere Einheiten bis auf über 11 kWh ausbauen — ideal für alle, die klein beginnen und granular wachsen wollen. Anker setzt auf größere Bausteine: Die Solarbank 2 bringt 1600 Wh mit, Erweiterungsakkus wie der BP2700 stocken in 2,68-kWh-Schritten auf.
Praktisch heißt das: Wer möglichst feinstufig und günstig einsteigen möchte, hat bei Zendure mehr Optionen. Wer von vornherein eine größere Kapazität plant, fährt mit den großen Anker-Bausteinen effizient.
App und Smart-Funktionen
Bei der Software liegen die Stärken unterschiedlich. Die Anker-App gilt als besonders übersichtlich, stabil und intuitiv. Sie bietet eine intelligente Verbrauchssteuerung, klare Statistiken und ein rundes Bedienerlebnis. Die Zendure-App ist funktionsreich und richtet sich an Anwender, die mehr Kontrolle wünschen — etwa über die Time-of-Use-Steuerung, mit der sich Laden und Entladen an dynamische Stromtarife anpassen lassen.
Beide Apps zeigen Echtzeitleistung, Ladestand und Erträge und ermöglichen die Konfiguration ohne Fachmann. Wer Wert auf maximale Einfachheit legt, ist bei Anker gut aufgehoben; wer gern justiert und optimiert, bei Zendure.
Preis pro kWh
Die ehrlichste Vergleichsgröße ist der Preis pro Kilowattstunde Speicherkapazität — denn nur er macht Systeme unterschiedlicher Größe vergleichbar. Wichtig: Dieser Wert sinkt mit jeder Erweiterung, weil die teure Steuerelektronik nur einmal anfällt und sich auf mehr Kapazität verteilt.
Tendenziell bietet Zendure beim Einstieg einen attraktiven Preis pro kWh, während Anker mit langlebigen Akkus und langer Garantie bei größerem Ausbau aufholt. Rechnen Sie immer mit der Endkapazität, die Sie tatsächlich anstreben — nicht mit dem reinen Startpreis.
Direkter Vergleich
| Kriterium | Zendure SolarFlow | Anker SOLIX |
|---|---|---|
| Einstieg ab | ca. 960 Wh | 1600 Wh |
| Max. Ausbau | über 11 kWh | in 2,68-kWh-Schritten |
| App | funktionsreich, TOU | besonders ausgereift |
| Akkutyp | LiFePO4 | LiFePO4 (ca. 6000 Zyklen) |
| Stärke | Flexibilität, Einstiegspreis | Integration, App-Reife |
Empfehlung
Unser Fazit: Wer flexibel und günstig einsteigen und granular ausbauen möchte, wählt Zendure SolarFlow. Wer ein perfekt abgestimmtes Komplettsystem mit der besten App sucht, greift zu Anker SOLIX. Diese Modelle empfehlen wir.
Zendure SolarFlow 800 Plus (1920Wh, modular)
449,00 €
Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 (Set)
ca. 1.099,00 €
Zendure SolarFlow Hub 1200 + AB1000 (960Wh)
ca. 599,00 €
Anker SOLIX BP2700 Erweiterungsakku (2,68 kWh)
849,00 €